TV-Vorschau 16. – 22. Dezember 2017

In der Woche vor Weihnachten kann man die Geschichte dreier westlicher Metropolen miteinander vergleichen, mittelalterliche Burgen auf verschiedenen Sendern besichtigen und auch den deutschen Reichstag in den Blick nehmen. Und natürlich noch viel mehr.

Samstag, 16. Dezember

  • Arte erzählt heute die Geschichte dreier Metropolen, die immer wieder in Konkurrenz zueinander gestanden sind. „Amsterdam, London, New York: Welt-Städte“. Alle vier Teile laufen heute Abend. Um 20.15 Uhr steht „1585–1650: Das goldene Zeitalter“ im Mittelpunkt. Um 21.10 Uhr geht es weiter mit den Jahren „1650–1800: Vom Handeln und Kriegeführen“. Gefolgt vom „1800–1880: Schock der Moderne“ um 22 Uhr. Den Abschluss bildet um 22.55 Uhr die Folge „1880–2017: Spekulation und Größenwahn“.
  • Auf Phoenix geht die Burgen-Reihe weiter. Um 20.15 Uhr geht es um „Conwy Castle“: „In der Wildnis von Nordwales gelegen, sollte das von König Edward I. erbaute Conwy Castle als walisischer Königssitz dienen. Seine mächtigen Türme, tödlichen Bogenscharten und das eindrucksvolle Eingangstor wirken einschüchternd. Rebellentruppen zogen im Jahr 1294 nach Conwy Castle und stellten die Festung des Königs und die englische Herrschaft in Wales auf die Probe. Können die Waliser angeführt von Madog ap Llewelyn, dem letzten Prinzen von Wales, die Burganlage einnehmen?“ — Um 21 Uhr folgt die „Ordensfestung Marienburg“ in Polen. — „Der Dokumentarfilm ‚Die Akte Oppenheimer‘ erzählt das Schicksal des jüdischen Kaufmanns Joseph Süßkind Oppenheimer (ca.1698–1738), dem wirtschaftspolitischen Berater des Herzogs Karl Alexander von Württemberg, der nach dessen Tod als Sündenbock einer politisch motivierten, judenfeindlichen Hetzkampagne hingerichtet wurde. Die Filmemacherin Ina Knobloch zeigt dabei für phoenix auch das erschreckend lange Nachwirken dieser fast 280 Jahre alten antisemitischen Kampagne über die ‚goldenen 1920iger‘ der Jahre Weimarer Republik, in den Nationalsozialismus – der Oppenheimer mit dem NS-Film ‚Jud Süß‘ diffamierte – bis weit in unsere Zeit.“ „Die Akte Oppenheimer – Das dunkle Erbe antisemitischer Fake News“ (21.45 Uhr). — Um 22.40 Uhr folgt schließlich „Ein Tag im September“ (über das Olympia-Attentat 1972).
  • „Der Fall Biermann – Mit der Gitarre gegen die Staatsmacht“ hatte einst für Aufsehen und die bis heute anhaltende Berühmtheid des Dichters und Liedermachers Wolf Biermann gesorgt. Näheres hierzu auf ARD-alpha um 20.15 Uhr. — Der letzte Teil der Reihe „Joseph von Fraunhofer – Dunkle Linien im Sonnenlicht“ folgt um 21 Uhr mit dem Titel „Erfinder und Vordenker“. — Ebenso die letzte Folge der Reihe „Alois Alzheimer – Verloren im Vergessen“ ist um 21.30 Uhr zu sehen: „Die Entdeckung“.
  • „Über 200 Jahre hat er völlig vergessen in einem Pariser Depot gelagert. In Deutschland hat ihn noch niemand gesehen: den Schreibtisch Alexander von Humboldts. Nur eine von vielen Entdeckungen. Bénédicte Savoy und David Blankenstein sind zahlreichen Objekten auf der Spur, die sie in einer großen Ausstellung über die Gebrüder Humboldt im Deutschen Historischen Museum Berlin 2019 präsentieren wollen.“ „Den Humboldts auf der Spur“, 3sat, 22.30 Uhr.
  • Eine weitere Luther-Doku läuft auf N-TV um 0.10 Uhr: „Martin Luther – Revolutionär der Kirche“.

Sonntag, 17. Dezember

  • Die Doku „Das Luther-Tribunal – Zehn Tage im April“ erzählt die Geschichte der Reformation mit Schwerpunkt auf Luthers Auftritt auf dem Wormser Reichstag 1521 (Phoenix, 20.15 Uhr).
  • Um 23.30 Uhr steht in ZDF-History „Maria Theresia – Österreichs große Herrscherin“ im Blickpunkt. — Um 0.20 Uhr folgt ein Beitrag über „Die Garnisonkirche – zwischen Versöhnung und Spaltung“. „In Potsdam soll eine Kirche auferstehen, deren historisches Erbe bis in die Gegenwart strahlt: die Garnisonkirche. Um den Wiederaufbau entspinnt sich ein Streit um Deutungshoheit.“ „Der Turmbau zu Potsdam“ (mangels ZDF-Link hier einer zur Sendungsseite auf tv-spielfilm).

Montag, 18. Dezember

  • „Der Brocken“ – höchster Berg im Harz mit 1.141 Metern. Sein Gipfel liegt fast immer in dichten Nebel gehüllt. Ein Ort, geprägt durch extreme Wetterbedingungen. Eiskalte Winter und schwere Stürme bescheren dem Berg ein Klima wie auf Island. Dennoch war und ist der Brocken ein Sehnsuchtsberg der Deutschen.“ Näheres zur Geschichte dieses Berges und der Geschichten um ihn herum gibt es um 22.10 Uhr im MDR.
  • N-TV berichtet in der Reihe „Giganten der Geschichte“ um 22.10 Uhr über „Angkor Wat“, der großen Tempelanlage in Kambodscha, und um 23.05 Uhr über „Schottlands Schicksalsburg“. „Stirling Castle in Schottland ist eine der berühmtesten Burgen Europas und die Heimat von König Arthurs legendärer Tafelrunde. Schottlands Könige behaupten sogar, von Arthur abzustammen. Historiker folgen den Spuren der Legende bis nach Frankreich. War Arthur nur eine politische Waffe in Schottlands blutigen Unabhängigkeitskriegen?“
  • Die ARD sendet aus der Reihe „Geschichte im Ersten“ um 23.30 Uhr den Beitrag „100 Jahre Ufa“. „Die Ufa – un film allemand wie die Franzosen sagen: ein deutscher Konzern, der Filmgeschichte geschrieben hat. Was macht die Ufa aus, diesen riesigen Tanker, der in so schwere Fahrwasser geraten ist in den letzten 100 Jahren? Die Dokumentation erzählt die Geschichte des größten und ältesten deutschen Filmkonzerns als Unternehmensgeschichte von staatstragender Bedeutung.“

Dienstag, 19. Dezember

Mittwoch, 20. Dezember

  • „Die Männer der Emden“ (BRD 2012, Regie: Berengar Pfahl) kämpften sich im Ersten Weltkrieg nach der Zerstörung ihres Schiffes vor Australien zurück nach Deutschland. „Bis heute zählt die SMS Emden auch international zu den berühmtesten Schiffen der deutschen Kriegsmarine. Um die abenteuerliche Flucht von rund 50 Besatzungsmitgliedern nach der Zerstörung des Schiffs ranken sich Legenden – unbestritten ist jedoch die enorme Leistung der Männer, denen es tatsächlich gelang, Deutschland zu erreichen. Der erfahrene Autor und Regisseur Berengar Pfahl, bekannt vor allem durch seine zahlreichen Fernseharbeiten, entwickelt aus dieser wahren Geschichte einen epischen Abenteuerfilm mit Starbesetzung.“ (ARD, 1.55 Uhr)

Donnerstag, 21. Dezember

  • Die ARD zeigt um 20.15 Uhr den biografischen Spielfilm „Kästner und der kleine Dienstag“ (BRD, AUT 2016, Regie: Wolfgang Murnberger) über das Leben des Schriftstellers Erich Kästner.
  • Die nächste Folge der Reihe „Hannah Arendt – Das Mädchen aus der Fremde“ läuft auf ARD-alpha um 23.50 Uhr mit dem Thema: „Ich will verstehen“.

Freitag, 22. Dezember

  • In der Doku „Schuld ohne Sühne“ fragt um 20.15 Uhr tagesschau 24, „Warum rassistische Täter in der DDR davon kamen“? — Um 21.17 Uhr folgt dann die Wiederholung der Montagsdoku der ARD mit dem Thema „100 Jahre Ufa“.
  • Auf Phoenix zeichnet um 21.45 Uhr „Die Dokumentation „Stille Nacht in Stalingrad“ [„…“] das Geschehen des 24. Dezember 1942 aus verschiedenen Blickwinkeln nach. Sie zeigt, wie das große Sterben in Stalingrad seinen Lauf nahm, während die Menschen in der Heimat sich auf das Weihnachtsfest vorbereiteten. Überlebende deutsche und sowjetische Soldaten sowie Angehörige schildern in bewegenden Interviews, wie das Fest der Liebe im Krieg zum Fest der Sorge und der Trauer wurde.“ — Um 22.30 Uhr folgt das Dokudrama „Ein blinder Held – Die Liebe des Otto Weidt“ (BRD 2014, Regie: Kai Christiansen). „Die Werkstatt des Bürstenherstellers Otto Weidt gilt 1941 bei den Berliner Juden als gute Adresse. Die irritierend engen Kontakte von Weidt zur Gestapo, begleitet von regelmäßigen Bestechungen, bieten ihm den Spielraum, seine überwiegend blinden jüdischen Angestellten vor den alltäglichen Herabwürdigungen zu schützen. Zu den wenigen Menschen in der Werkstatt, die nicht blind sind, gehört Alice Licht, eine hübsche junge Frau aus gutbürgerlichem Haus. Mit Witz, Charme und Organisationstalent wird sie bald zu Ottos rechter Hand. Die beiden verbindet mehr als eine reine Arbeitsbeziehung und mehr als nur Freundschaft. Otto ist verheiratet, kein Jude, Ende 50 und fast blind. Alice ist Jüdin und 40 Jahre jünger. [„…“] Die aufwendig verfilmte Geschichte, unter anderem mit Edgar Selge und Henriette Confurius in den Hauptrollen, wird auf bewegende Weise von der 91-jährigen Inge Deutschkron erzählt, der einzigen noch lebenden ehemaligen Angestellten des Otto Weidt.“

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