Aktuelles aus Oberhausen

Ganz aktuell ist seit heute bis zum 26. April 2017 die Wanderausstellung „Russenlager und Zwangsarbeit“ im Bunkermuseum Oberhausen (im ehemaligen Knappenbunker
jetzt Bürgerzentrum Alte Heid, Alte Heid 13, 46047 Oberhausen) zu sehen.

“Die Wanderausstellung ‚Russenlager und Zwangsarbeit‘ des Berliner Vereins KONTAKTE-КОНТАКТЫ e.V. ruft das Schicksal einer ‚vergessenen‘ NS-Opfergruppe in Erinnerung. Tausende von sowjetischen Kriegsgefangenen erlitten als Zwangsarbeiter in den Zechen und Fabriken des Ruhrgebietes großes Unrecht. In ihrer Jugend wurden sie von deutschen ‚Herrenmenschen‘ als ‚Untermenschen‘ behandelt. Eine angemessene Entschädigung haben sie für dieses Unrecht nie erhalten.“

Die Ausstellung ist im Rahmen des Aktionstags „Zwangsarbeit auf der Zeche Sterkrade“ nach Oberhausen gekommen, der am 2. April 2017 in der Gesamtschule Oberhausen statt fand (siehe den Bericht der NRZ vom 3. April 2017: Auf den Spuren der Zwangsarbeiter)


Die Gedenkhalle Oberhausen (im Schloss Oberhausen, Konrad-Adenauer-Allee 46, 46049 Oberhausen) bietet in den kommenden Wochen einige Themenführungen und auch eine Ausstellungseröffnung an.

Am 19. April 2017 um 17:00 Uhr lautet das Thema einer Führung durch die Gedenkhalle “Kriegsende in Oberhausen“.

“Nachdem bis Ende März 1945 Sterkrade und Osterfeld von den Alliierten besetzt worden waren, rückten am 11. April 1945 amerikanische Truppen von Essen aus nach Oberhausen vor, ohne noch auf Widerstand zu treffen. Der Vormarsch erfolgte über die Falkenstein- und Ebertstraße. Oberhausen war von diesem Tag an vom System des Nationalsozialismus befreit. Die Führung zeichnet die letzten Kriegsmonate und ersten Wochen nach der Befreiung nach.“

Der Eintritt ist frei, die Führung dauert etwa eine Stunde.


Am 18. Mai 2017 wird um 19 Uhr die Ausstellung „Stolpersteine. Es war gleich nebenan.“ eröffnet.

“Die Ausstellung erläutert das Gedenk-Kunstwerk „Stolpersteine“ des Künstlers Gunter Demnig und seine Geschichte in Oberhausen. Sie erzählt die Lebensgeschichten von 16 Oberhausenerinnen und Oberhausenern, für die am 28. März 2017 Stolpersteine verlegt wurden. Die Steine zeigen, dass diese Menschen gleich nebenan wohnten, dass sie Nachbarn, Arbeitskollegen, Freunde oder Familienmitglieder waren. Es war auch dort nebenan, wo sie aus ihrem Alltag gerissen und ihres Lebens beraubt wurden. Von Nachbarn.“


Zu dieser Ausstellung gibt es in den folgenden Wochen einige kostenlose, etwa einstündige Führungen.

Am 21. Mai 2017 um14:00 Uhr. Sowie am 30. Mai 2017, 8. Juni 2017, 20. Juni 2017 und 27. Juni 2017, jeweils um 17:00 Uhr.

Weitere Informationen gibt es auf der Homepage der Gedenkhalle.

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