Archäologisches am „Tag des offenen Denkmals“

Nicht nur die Städte und Gemeinden nutzen den „Tag des offenen Denkmals“ um ihr historisches Erbe der interessierten Öffentlichkeit vorzustellen. Auch die Landschaftsverbände mit ihren Ämtern für Bodendenkmalpflege bieten an diesem Wochenende spezielle Programme an:

Das Rheinische Amt für Bodendenkmalpflege bietet eine geführte Wanderung durch das Siebengebirge. Im Programm heißt es:

„Bei der archäologischen Wanderung wird an einzelnen Punkten die Entstehung des Siebengebirges angesprochen (geologischer Aufschluss Weilberg) sowie die Bedeutung von Basalt, Trachit und Tuff als Baumaterial des Mittelalters und der frühen Neuzeit thematisiert (Steinbrüche auf dem Stenzelberg). Am Nonnenstromberg vorbei geht es auf den Petersberg, der bereits in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt war und auf dem die ersten Mönche im 12. Jahrhundert eine Klausur gründeten. Die Zisterzienser errichteten einige Jahrzehnte später im Heisterbachtal ein neues Kloster, das bis zu seiner Auflösung 1802/03 zu den bedeutenden seiner Art zählte. Im Rahmen der Regionale 2010 bildete das Kloster Heisterbach einen Schwerpunkt. Innerhalb des Klosterbezirks führte das LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland über mehrere Jahre archäologische Untersuchungen zu den mittelalterlichen Klostergebäuden statt, von denen ebenfalls berichtet wird.“

Hier die relevanten Informationen (ACHTUNG: HEUTE ANMELDESCHLUSS):

Treffpunkt: Sonntag, 11. September 2011, 10 Uhr, Parkplatz vor Kloster Heisterbach, 53639 Königswinter Oberdollendorf, Heisterbacher Straße/L268 . Anreise mit ÖPNV: Linienbus Königswinter – Heisterbacherrott; Dauer ca. 6,5 km und 3 – 4 Std, die Wanderung ist auch für Kinder ab 10 Jahren geeignet. Festes Schuhwerk und wettergerechte Kleidung erforderlich. Anmeldung bis 8. September unter: wolfgang.wegener@lvr.de (20 Personen)

Auch das westfälische Gegenstück, die Archäologische Denkmalpflege des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, nutzt den „Tag des offenen Denkmals“, um zwei archäologische Denkmäler zu präsentieren. Zum einen die Falkenburg in Detmold. In stündlichen Führungen wird die gesamte Burganlage gezeigt, einen Blick auf die aktuelle Ausgrabung gibt es ebenfalls. Eine Spezialführung „Der Weg der Steine“ und ein Kinderprogramm runden das Programm ab.

Zum zweiten gibt es das Bodendenkmal „Kötterhagen“ bei Paderborn zu besichtigen.

„Im Untergeschoss des Bank- und Theaterneubaus am Kötterhagen in Paderborn sind mittelalterliche Keller und ein 12 Meter breites und 7 Meter hohes Profil archäologischer Schichten erhalten worden. Die Monumente sind Zeugen der reichen Kaufleute und Ratsherren, die hier über acht Jahrhunderte in prächtigen Steinbauten in einer Senke eines verfüllten Steinbruches lebten. Teile der alten Mauern sind in die heutige Tiefgarage integriert und werden bei der Führung am Tag des offenen Denkmals zu sehen sein.“

Die Befunde werden um 12 Uhr in einer öffentlichen Führung vorgestellt.

Weitere Infos zu beiden Veranstaltungen finden sich hier.

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