TV-Vorschau 9. – 15. April 2011
Hier wieder ein paar TV-Hinweise für die kommende Woche:
Samstag, 9. April
- Phoenix startet den Abend um 20.15 Uhr mit einer Doku von Wolfgang Ettlich und Andreas Dirr: „Hat der Motor eine Seele? – 1908 im Auto um die Welt“. „Im Jahre 1908 nahm Hans Koeppen am bis heute längsten Autorennen der Welt teil. Es ging von New York nach Paris. Mit seinem 35 PS starken deutschen „Protos“ lieferte er sich ein sechs Monate langes, spannendes Rennen mit Konkurrenten aus Amerika, Italien und Frankreich. … Anhand seiner persönlichen Aufzeichnungen, die 1908 als Buch erschienen sind, rekonstruieren [Ettlich und Dirr] die originale Strecke und versetzen sich in seine emotionalen Höhen und Tiefen. Herausgekommen ist ein überaus spannender, lebendiger Dokumentarfilm über den globalen Sieg des Automobils.“
- Im Anschluss, um 21.45 Uhr berichtet auf Phoenix der Film „Engel in der Hölle“ von Dietmar Schulz in der Reihe „ZDF-History“ über die selbstlose Arbeit von zwei Frauen im südwestfranzösischen Internierungslager Gurs.
- Und um 22.30 Uhr sendet ebenfalls Phoenix die Dokumentation von Raymond Ley: „Eichmanns Ende – Liebe, Verrat, Tod“. „Der Film erzählt in einer dichten Verschränkung von historischem Bildmaterial, Berichten von Betroffenen und Zeitzeugen sowie dokumentarischen Spielszenen die fast unglaubliche und streckenweise unbekannte Geschichte von der Entdeckung und Ergreifung des Organisators der Massendeportationen europäischer Juden. Nicht zuletzt die hochkarätige Besetzung der Spielszenen macht das Dokudrama zur packenden Darstellung eines schrecklichen Kapitels in der deutschen Geschichte. Herbert Knaup in der Rolle des Adolf Eichmann, Ulrich Tukur als Willem Sassen und Axel Milberg als Staatsanwalt Fritz Bauer.“
- Arte präsentiert um 20.15 Uhr den zweiten Teil der Dokumentation über Ägypten „Sehnsucht nach Unsterblichkeit“. Diesmal stehen Religion, Tempelwirtschaft und Totenkult im Mittelpunkt.
Sonntag, 10. April
- Auch im ZDF geht es heute um 19.30 Uhr in der Reihe Terra X um das alte Ägypten: „Geburt des Pharaonenreiches“. Es ist zugleich der Beginn einer vierteiligen Reihe.
- Um 23.35 Uhr bekommen wir dann in ZDF-History „Die sieben Weltwunder“ der Antike vorgestellt.
- Auf 3Sat wird um 20.15 Uhr „Der Weg nach Europa“ nachgezeichnet. „Am 25. März 1957 wird das „Capitol“ in Rom zum Schauplatz eines historischen Augenblicks. Im Blitzlichtgewitter der Kameras unterzeichnen die Staatschefs Frankreichs, der Bundesrepublik Deutschland, Italiens, Luxemburgs und der Niederlande die Römischen Verträge. Damit gründen sie die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft, EWG. … Mit selten gezeigtem Archivmaterial, neuen Aufnahmen an Originalschauplätzen und mit Zeitzeugen, die den Europäischen Integrationsprozess mitgeformt und hautnah miterlebt haben, zeichnet die Filmautorin [Nina Koshofer] die Europapolitik dieses halben Jahrhunderts Erfolgsgeschichte nach.“
- Eins Extra stellt um 20.15 Uhr „Gabriel Bach – Der Ankläger und der Eichmann-Prozess“ vor. Im Anschluss daran folgt um 21 Uhr „EinsExtra im Gespräch: Ulrich Timm im Gespräch mit Götz Aly, Historiker“ zum EinsExtra-Thema: 50 Jahre Eichmann-Prozess.
Montag, 11. April
- Phoenix startet um 21 Uhr den ersten von vier Teilen „Deutsche in Amerika“: „Ins gelobte Land“. „Die Reihe zeigt, was die deutschen Auswanderer vor damals dazu bewegte, ihrer Heimat den Rücken zu kehren und ein neues Leben in der Ungewissheit der „Neuen Welt“ zu beginnen. 60 Millionen Amerikaner sind deutschstämmig. Ihre Leistungen zählen bis heute zur Basis der amerikanischen Kultur. Die Filme erzählen anhand spannender Familiengeschichten, wie die Integration damals verlief.“
- Der BR sendet um 22.30 Uhr die Doku: „Hitlers amerikanische Geschäftsfreunde. US-Konzerne verdienten am Krieg“. „Die Filmautoren konzentrieren sich auf die Konzerne, die für Hitlers Kriegsführung unentbehrlich waren, gestützt auf neues Archivmaterial sowie Interviews mit Zeitzeugen und Experten. Henry Ford, der legendäre Autobauer, der GM Manager James D. Mooney und der IBM Boss Tom Watson wurden von Hitler für ihre Verdienste um das Dritte Reich mit dem Großkreuz des deutschen Adlerordens ausgezeichnet, dem höchsten Parteiorden für Ausländer. Zu diesem Zeitpunkt, 1937 und 1938, lief Hitlers Rüstungsmaschine bereits auf vollen Touren. Die deutschen Töchter dieser amerikanischen Konzerne, Opel, die Ford Werke AG und Dehomag, hatten sich bereitwillig in die Kriegsvorbereitungen des „Führers“ integrieren lassen. Ohne die von Opel und Ford produzierten Lastwagen und Kettenfahrzeuge hätte Hitler weder die Tschechoslowakei besetzen noch Polen und Frankreich überrennen können. Opel beteiligte sich außerdem an der Fertigung der Ju-88, Hitlers wichtigstem Bomber. Standard Oil of New Jersey lieferte bis in die ersten Kriegsjahre hinein Rohöl, Spezialmotoröl für Panzer und Bleizusätze für das Benzin der Luftwaffe. Die Hollerith-Maschinen der IBM, Vorläufer des heutigen Computers, sollten Hitler helfen, Krieg und Vernichtung zu organisieren.“
- Im wdr läuft um 23.15 Uhr die Doku „Im Schatten von Casablanca“, in der einer der wichtigsten Spione des Zweiten Weltkrieges vorgestellt wird: Mieczyslaw Slowikowski, Tarnname „Rygor“. „Seine ‚Agentur Afrika‘ trug entscheidend zum Erfolg der alliierten Invasion in Nordafrika am 8. November 1942 bei – ein Wendepunkt des Krieges, der den militärischen Niedergang der Nazi-Diktatur einleitete.“
Dienstag, 12. April
- Um 21 Uhr läuft auf Phoenix der zweite Teil von „Deutsche in Amerika“: „Der Preis der Freiheit“. Dargestellt wird das Wirken des „Mainzer Adelsvereins“, der in Texas eine deutsche Kolonie gründen wollte. „Die Adeligen glauben an ein wirtschaftlich interessantes Projekt und hoffen, so die zunehmende Zahl von ‚Unzufriedenen‘ los zu werden.“
Mittwoch, 13. April
- Der dritte Teil von „Deutsche in Amerika“ läuft um 21 Uhr auf Phoenix: „Little Germanies“. „‚Little Germanys‘ blühten überall in den Staaten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Ob Geschäfte, Schulen oder Kirchen – alles ist in diesen Vierteln in deutscher Hand. Mehr als 70.000 Deutsche leben in Little Germany, New York. Ellis Island ist die zentrale Einwanderungsstelle. Die Neuankömmlinge sind überwiegend einfache Handwerker, die billig wohnen, hart arbeiten und sparsam wirtschaften.“
- Um 23.30 Uhr läuft in der ARD der zweite Teil der Doku „Hitlers Polizei: Ordnung und Vernichtung 1939 – 1945“. „In ihrem Film zeigen die Autoren eindrucksvoll, wie weitgehend die deutsche Polizei während der NS-Zeit in verbrecherische Machenschaften verstrickt war. Die Dokumentation verfolgt dabei anhand ausgewählter Biographien die Spuren des Terrors „ganz normaler Männer“, führt zu den historischen Schauplätzen im In- und Ausland und lässt Überlebende sowie ausgewiesene Experten zu Wort kommen.“
Donnerstag, 14. April
- Wieder um 21 Uhr beendet Phoenix die Doku-Reihe „Deutsche in Amerika“ mit der Folge: „Ein Volk wird unsichtbar“. Während des ersten und noch stärker während des zweiten Weltkriegs stehen die Deutschen Einwanderer in den USA unter Generalverdacht. „Alles Deutsche wird aus der amerikanischen Sprache verbannt. Deutsche Namen werden amerikanisiert, deutsche Kultur verschwindet aus dem öffentlichen Leben. Während beider Weltkriege versuchen die Deutsch-Amerikaner ihre Identität zu verbergen. … Nach Kriegsende dauert es noch Jahrzehnte, bis sich das Verhältnis zu den Deutsch-Amerikanern normalisiert. Heute sind sie vollkommen im ‚Meltingpot‘ aufgegangen.“
- Arte sendet um 21 Uhr das Drama „Das Massaker von Katyn“ (Polen 2007). „1939, Beginn des Zweiten Weltkriegs: Sowjetische wie deutsche Truppen fallen gleichermaßen in Polen ein. Sie nehmen Tausende polnische Offiziere, Soldaten und Intellektuelle fest. Ein Teil der Gefangenen wird einige Monate später auf Entscheidung Stalins hin von den Sowjets in einem Massaker bei Katyn erschossen und verscharrt. Die Sowjetunion weist die Schuld von sich und macht die deutsche Regierung dafür verantwortlich. Erst Jahrzehnte später wird das Verbrechen aufgeklärt. Nach dem Krieg warten unzählige Frauen auf die Rückkehr ihrer Männer – doch vergebens.“
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