TV-Vorschau 2. – 8. Oktober 2010
Wie jede Woche habe ich mir das TV-Programm der kommenden acht Tage vorgenommen und ein paar Sendungen herausgesucht, die sich entweder als Dokumentation mit historischen Themen beschäftigen oder als Spielfilm historische Inhalte zum Gegenstand haben.
Samstag, 2. Oktober
- Im Digitalkanal ZDFneo laufen drei Folgen der Terra X-Doku „Versunkene Metropolen“. Um 17.15 Operation Piramesse – Ramses verschollene Megacity, um 18 Uhr Brennpunkt Hattusa – Machtzentrale der Hethiter und schließlich um 18.45 Uhr Tatort Tucumé – Pyramidenstadt in Peru.
- Wie immer folgt auf diesem Programmplatz die Wiederholung der Terra X-Folge vom letzten Sonntag: Tod am Keltenhof (19.30 – 20.15 Uhr)
- Die ARD zeigt auf EinsExtra den Zweiteiler „Die Russische Revolution“. Um 20.15 Uhr Teil 1 „Hoffnung auf Freiheit„, um 21.02 Uhr Teil 2 „Der Weg zum Terror„. Auf der Homepage des Senders heißt es: „In dieser zweiteiligen Dokumentation über die russische Revolution verbindet Autor Ian Lilley eindrucksvoll aufwändige Rekonstruktionen der Ereignisse von 1917 mit selten gezeigtem Archivmaterial. Britische und russische Forscher ordnen die Geschehnisse historisch ein. Teil eins spannt den Bogen vom Ausbruch der Revolution im Februar bis zu Lenins Griff nach der Macht im Herbst 1917. Teil zwei widmet sich dem Verlauf der Revolution, der mehr als eine Million Menschen zum Opfer fielen und die das Land verwüstete. Die dramatischen Ereignisse werden aus der Sicht der Kronstädter Matrosen erzählt.“
- Gleich im Anschluss folgt auf EinsExtra die Reportage „Russisch Roulette. Lenin und das deutsche Geld“ (21.45 Uhr). Darin gehen die Autoren der These nach, dass das Deutsche Reich die Oktoberrevolutionäre in Russland finanziell unterstützt habe. So sollte das russische Zarenreich geschwächt oder gar gestürzt werden – aus machtpolitischen Erwägungen.
Sonntag, 3. Oktober
- Während für den geschichtlich Interessierten an diesem Sonntag Terra X wenig zu bieten hat (die TV-Spielfilm schreibt zur Folge „Im Bann der Blitze“: „Potzblitz: mal eine brandheiße Show statt oller Geschichtsthemen.“), lohnt sich vielleicht mal ein Blick zu später Stunde in Volker Panzers Nachtstudio, wo heute aus gegebenem Anlass (Tag der Deutschen Einheit) Wolfgang Biermann zu Gast ist (0.25 Uhr).
- Nicht direkt das Genre Historienfilm, aber dennoch nicht uninteressant ist der 3SAT-Thementag „Märchenhaft„, in dem sich 24 Stunden lang alles um Märchen und Sagen dreht – von den Klassikern der Gebrüder Grimm bis hin zu modernen Märchen wie Michael Endes „Die unendliche Geschichte“. Es geht los um 6 Uhr in der Früh und endet entsprechend auch erst einen Tag später.
- Arte zeigt um 21.50 Uhr eine kurze Doku über Claude Monet aus der Reihe „Palettes“. Titel: „Die Farbe des Augenblicks„.
- Um 23.55 Uhr folgt ebenfalls auf Arte „Die große Stille„. Ein – wie ich finde – faszinierender Film über das Leben der Mönche des Kartäuserordens. Man könnte fast sagen, dieser Film ist im besten Sinne a-historisch, zeigt er doch ohne jeden Kommentar den Alltag dieses Schweigeordens im Mutterkloster der Karthäuser, der Grande Chartreuse. „Der Orden gilt als eine der strengsten Bruderschaften innerhalb der römisch-katholischen Kirche. Verborgen vor den Augen der Öffentlichkeit, folgt das Leben der Mönche den jahrhundertealten Regeln und Ritualen des Ordens. Filmmaterial existierte darüber bisher nicht.“ Der Film von Philip Gröning ist mehr eine Meditation als eine Dokumentation, denn die Kargheit der Darstellung zieht den Betrachter zunehmend in seinen Bann. Da ich den Film kenne, kann ich sagen: Ausgesprochen empfehlenswert für jeden, der sich auf dieses Thema einlassen möchte.
Montag, 4. Oktober
- Auf ZDFneo startet eine neue Staffel von „Schliemanns Erben“, von Montag bis Donnerstag, jeweils um 20.15 Uhr. Den Anfang macht die Folge „Vorstoß der Deutschen Hanse„.
Dienstag, 5. Oktober
- Um 20.15 Uhr bzw. 21.05 Uhr laufen auf Arte die Folgen 9 und 10 der TV-Serie „Die Tudors. Die Königin und ihr Henker“.
- ZDFneo: Schliemanns Erben – Heiße Spur auf Rapa Nui (20.15 Uhr)
Mittwoch, 6. Oktober
- Arte zeigt um 10.05 Uhr eine zweiteilige Doku mit dem Thema „Archäologie der Zukunft“. Teil 1 trägt den Titel „Mit Hightech zu versunkenen Schiffen„, Teil 2 im Anschluss (10.50 Uhr) „Ein Goldschatz im Computertomograph„.
- ZDFneo: Schliemanns Erben – Die versunkene Stadt der Wolkenmenschen (20.15 Uhr).
- Ebenfalls um 20.15 Uhr läuft auf Arte die Doku „Schlaflos im Krieg. Die pharmazeutische Waffe„, worin es um den Einsatz von Amphetaminen im Zweiten Weltkrieg und insbesondere auf Seiten der deutschen Wehrmacht geht. Mit Aufputschmitteln sollten nicht nur die Kampftruppen an der Front zu höheren Leistungen angetrieben werden, auch Kinder-Flak-Helfer bekamen das Mittel, um nachts wach bleiben zu können. Nach dem Krieg wurden diese Mittel wohl auch in Bundeswehr und NVA weiterhin eingesetzt, obwohl sie enorme Nebenwirkungen aufwiesen.
Donnerstag, 7. Oktober
- Arte, 20.15 Uhr: „Sophie Scholl – Die letzten Tage“ (Deutschland, 2005). Ein Film von Marc Rothemund (Regie), über den man eigentlich nicht mehr viel sagen muss, außer man zitiert den Begleittext der Homepage: „Basierend auf Interviews mit Zeitzeugen und den Original-Vernehmungsprotokollen der Gestapo, die bis 1989 in den Stasiarchiven unter Verschluss lagen, inszenierte Marc Rothemund das exzellente Drehbuch von Fred Breinersdorfer als ein sensibles Porträt einer außergewöhnlichen jungen Frau und Ikone des Widerstands, das bei seiner Premiere 2005 auf der Berlinale mit Standing Ovations gefeiert wurde und den Silbernen Bären für die beste Regie sowie für die beste Schauspielerin gewann. ‚Sophie Scholl‘ war 2006 als bester ausländischer Film für den Oscar nominiert sowie 2005 für den deutschen Filmpreis und den besten europäischen Film.“
- ZDFneo: Schliemanns Erben – Das Vermächtnis der Steppenkrieger (20.15 Uhr)
Freitag, 8. Oktober
- Unter dem Titel „Troja ist überall – Der Siegeszug der Archäologie“ laufen auf ZDFneo zwei Folgen. Um 15.45 Uhr „Das Versteck der Pharaonen“ und um 16.30 Uhr „Das Wunder am Indus„.
Wer auf weitere interessante Filme und Dokumentationen hinweisen möchte – denn meine Auswahl ist natürlich unvollständig und ein wenig nach meinem „Gusto“ –, ist herzlich eingeladen, die Kommentarfunktion zu nutzen.
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