{"id":2492,"date":"2012-08-23T15:50:07","date_gmt":"2012-08-23T13:50:07","guid":{"rendered":"http:\/\/historikerkraus.de\/blog\/?p=2492"},"modified":"2012-08-23T15:53:49","modified_gmt":"2012-08-23T13:53:49","slug":"ein-paar-worte-zum-drm","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/historikerkraus.de\/blog\/2012\/08\/23\/ein-paar-worte-zum-drm\/","title":{"rendered":"Ein paar Worte zum DRM"},"content":{"rendered":"<h2>Das DRM ist unter E-Book-Nutzern ein ebenso umstrittenes wie leidiges Thema.<\/h2>\n<p>DRM, \u201cDigitales Rechtemanagement\u201d oder englisch \u201cDigital Rights Management\u201d ist ein Kopierschutz, der verhindern soll, dass unautorisierte Vervielf\u00e4ltigungen von E-Books erfolgen und Verlage und Autoren durch Raubkopiererei in ihren Urheberrechten und letztlich in ihrem Einkommen gesch\u00e4digt werden. \u00dcber den Sinn und Unsinn des DRM kann man lange streiten \u2013 und dies geschieht im Netz der Netze ebenso ausf\u00fchrlich wie in der realen Welt. Ein Beitrag anl\u00e4sslich der letzten Frankfurter Buchmesse mag dies verdeutlichen: <a href=\"http:\/\/blog.zdf.de\/hyperland\/2011\/10\/die-buchbranche-und-das-raubkopierer-schreckgespenst\/\" target=\"_blank\">\u201dDie Buchbranche und das Raubkopierer-Schreckgespenst\u201d<\/a>.<\/p>\n<p>Eine Eigenschaft elektronischer B\u00fccher ist nat\u00fcrlich ihre leichte Verbreitbarkeit. Man kann eine Vorlage ohne gro\u00dfen Aufwand verlustfrei so oft verfielf\u00e4ltigen, wie man m\u00f6chte. Wenn man sie ins Internet zum Download bereit stellt, geht das quasi von allein, denn jeder Interessent l\u00e4dt sich seine eigene Kopie selbst herunter. Die Autoren und Verlage stehen also vor dem selben Problem wie die Musik- oder Filmbranche. Man f\u00fcrchtet Umsatzeinbr\u00fcche, wenn ein Buch erst einmal digitalisiert ins Netz gestellt wird. Um dem zu begegnen, hat man zum einen die Nutzerrechte entsprechend eingeschr\u00e4nkt und zum zweiten technisch einen Kopierschutz eingerichtet, der sicher stellen soll, dass nur legale Nutzer ein E-Book gem\u00e4\u00df der Nutzungsrechte verwenden k\u00f6nnen. Gegen die bereits weit verbreiteten illegalen Downloadseiten f\u00fcr E-Books gehen die Verlage selbstverst\u00e4ndlich aktiv vor, wie dieses Beispiel zeigt: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/web\/library-nu-verleger-machen-e-book-raubkopierer-ausfindig-a-815466.html\" target=\"_blank\">\u201dVerleger machen E-Book-Raubkopierer ausfindig\u201d<\/a>. Zum Thema Urheberrecht verweise ich gerne auf die vielen Beitr\u00e4ge, die Kollege Klaus Graf auf seinem Blog verfasst hat und geb\u00fcndelt in dem Beitrag <a href=\"http:\/\/archiv.twoday.net\/stories\/49598992\/\" target=\"_blank\">\u201cUrheberrechtsinformationen in Archivalia\u201d<\/a> verlinkt sind. Einen Einstieg in das Thema \u201cDRM\u201d gibt auch der <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Digitale_Rechteverwaltung\" target=\"_blank\">einschl\u00e4gige Wikipedia-Artikel<\/a>.<\/p>\n<h2>Wenn man ein E-Book kauft, \u2026<\/h2>\n<p>\u2026 muss man sich im Klaren sein, dass man kein Eigentum erwirbt wie bei einem physikalischen Buch. Bei einem E-Book erwirbt man lediglich die Nutzungsrechte. Daher kann ein E-Book auch nicht verliehen, verschenkt oder sp\u00e4ter \u201cgebraucht\u201d verkauft werden.<\/p>\n<p>Damit das nicht geschieht, werden die Buch-Dateien beim Kauf personalisiert. Das hei\u00dft, sie werden so kodiert, dass sie nur auf einem bestimmten Leseger\u00e4t, n\u00e4mlich dem des K\u00e4ufers, angezeigt werden k\u00f6nnen. W\u00fcrde man diese Buchdatei auf einen anderen E-Book-Reader kopieren, lie\u00dfe sich das Buch nicht anzeigen. Ein derart kodiertes Buch kann in der Regel auf sechs bis acht Ger\u00e4te freigeschaltet werden, also z. B. f\u00fcr eine Handy-App, zwei PCs, einen E-Book-Reader usw., die alle auf den Namen des K\u00e4ufers angemeldet sein m\u00fcssen. Das klingt komplizierter als es ist, denn in der Regel merkt der K\u00e4ufer davon nicht viel. Er kauft ein Buch, l\u00e4dt es mit einer speziellen Software herunter und kann das Buch anschlie\u00dfend auf seinem PC, seinem Tablet, seinem Smartphone und seinem E-Book-Reader lesen.<\/p>\n<p>Ein Problem des DRM ist, dass der K\u00e4ufer sich <em>keine Sicherungskopie<\/em> ziehen kann. Amazon begegnet dem, indem man ein gekauftes Buch beliebig oft downloaden kann. Wenn also die Datei mal defekt sein sollte oder der <em>Kindle<\/em> kaputt geht, ist es kein Problem, sich die B\u00fccher erneut zu laden. In der <em>Epub-Welt<\/em> sind die Zahl der Kopien, die man sich nach dem Kauf downloaden kann, meist beschr\u00e4nkt. Bei Ciando kann man ein Buch in der Regel zweimal herunter laden. Braucht man einen weiteren Download, muss man sich schon mit Ciando in Verbindung setzen. Und sollten Sie nach einiger Zeit einen E-Book-Reader des anderen Systems zulegen wollen, sind alle alten E-Book-K\u00e4ufe verloren.<\/p>\n<p>Technisch ist es kein Problem, den DRM-Kopierschutz von einem E-Book zu entfernen. Aber hierbei verl\u00e4sst man rechtlich sicheren Boden. Daher kann an dieser Stelle dazu weder geraten noch Hinweise gegeben werden, wie dies technisch umzusetzen ist.<\/p>\n<p><strong>Anmerkung:<\/strong> Ich bin kein Jurist und gebe selbstverst\u00e4ndlich keine Garantie auf die Richtigkeit meiner Darstellung des Sachverhaltes. Wenn sich hier Fehler eingeschlichen haben, so bitte ich ausdr\u00fccklich um R\u00fcckmeldung, damit ich dies korrigieren kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das DRM ist unter E-Book-Nutzern ein ebenso umstrittenes wie leidiges Thema. 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