{"id":2468,"date":"2012-08-09T10:24:00","date_gmt":"2012-08-09T08:24:00","guid":{"rendered":"http:\/\/historikerkraus.de\/blog\/?p=2468"},"modified":"2012-08-08T16:27:21","modified_gmt":"2012-08-08T14:27:21","slug":"e-book-formate","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/historikerkraus.de\/blog\/2012\/08\/09\/e-book-formate\/","title":{"rendered":"E-Book-Formate"},"content":{"rendered":"<p>Wenn man beginnt, sich mit der <strong>Welt der elektronischen B\u00fccher<\/strong> zu befassen, \u00f6ffnet sich ein Tor in eine durchaus eigene Welt. Man muss sie nicht in allen Tiefen erkunden, um gewinnbringend E-Books lesen zu k\u00f6nnen. Aber einige Grundlagen sollte man sich zuvor schon aneignen, um unn\u00f6tige Entt\u00e4uschungen und Anf\u00e4ngerfehler zu vermeiden.<\/p>\n<p>Daher will ich in diesem Beitrag etwas zu den verschiedenen <strong>E-Book-Formaten<\/strong> sagen, die oftmals Grund f\u00fcr Missverst\u00e4ndnisse sind.<\/p>\n<p>Zur Zeit haben sich im Wesentlichen drei E-Book-Formate auf dem B\u00fcchermarkt durchgesetzt:<\/p>\n<ul>\n<li>pdf<\/li>\n<li>epub<\/li>\n<li>mobi bzw. azw.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das <strong>pdf<\/strong> (<strong>P<\/strong>ortable <strong>D<\/strong>ocument <strong>F<\/strong>ormat)-Format d\u00fcrfte allen, die diesen Blog-Beitrag lesen, hinl\u00e4nglich bekannt sein. Es wurde entwickelt, um Druckwerke m\u00f6glichst \u201ceins-zu-eins\u201d auf dem Computerbildschirm abzubilden, plattformunabh\u00e4ngig und \u2013 wenn vom Verfasser gew\u00fcnscht \u2013 unab\u00e4nderlich. Daher werden immer wieder B\u00fccher oder einzelne Ausschnitte, Aufs\u00e4tze oder Kleinschriften als pdf-Dateien ins Netz gestellt. Der Vorteil ist offensichtlich: Die Datei sieht auf dem Monitor aus wie der Ausdruck \u2013 und in beiden F\u00e4llen so, wie man sie beispielsweise in Word oder OpenOffice formatiert hat. Egal ob es sich um einen Brief handelt oder ein wissenschaftliches Buch. Zwar sind die Dateien relativ gro\u00df, das spielt heute aber bei den riesigen Festplattenkapazit\u00e4ten keine entscheidende Rolle mehr. F\u00fcr den Wissenschaftler kommt positiv hinzu, dass man die Texte problemlos wie ihre gedruckten Gegenst\u00fccke zitieren kann. Was auf S. 17 steht, steht immer auf S. 17.<\/p>\n<p>Darin unterscheiden sich die beiden anderen E-Book-Formate vom pdf. Bei ihnen hat der Text keine feste Formatierung. Sie \u00e4hneln vielmehr einer html-Datei wie bei einer Homepage. Das hei\u00dft, der Nutzer kann z. B. die Schriftgr\u00f6\u00dfe frei einstellen, und der Text wird daraufhin neu umbrochen. Eine pdf-Datei kann man am Rechner zwar auch vergr\u00f6\u00dfert darstellen, aber wenn sie die Bildschirmgr\u00f6\u00dfe \u00fcberschreitet, muss man scrollen. Wenn Sie aber beispielsweise eine Webseite im Browser betrachten und mit &lt; strg &gt;&lt; + &gt; die Darstellung vergr\u00f6\u00dfern, werden Sie feststellen, dass der Text nicht nur gr\u00f6\u00dfer, sondern auch neu umbrochen wird. Daher bleibt der Text auf dem Bildschirm lesbar, ohne dass Sie von links nach rechts scrollen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Das <strong>EPUB<\/strong> (das Akronym bedeutet \u201c<strong>e<\/strong>lectronic <strong>pub<\/strong>lication\u201d) ist das g\u00e4ngigste derartige Format. Die meisten E-Book-H\u00e4ndler bieten E-Books in diesem Format an: Weltbild, Thalia, ciando usw. Und die meisten E-Book-Reader k\u00f6nnen dieses Format darstellen. F\u00fcr PC und MAC, I- und Smartphone und auch f\u00fcr Tablets gibt es kostenlose Lesesoftware, mit der man die B\u00fccher auf den entsprechenden Ger\u00e4ten lesen kann. F\u00fcr den Firefox gibt es z. B. ein Plugin, das eine epub-Datei direkt im Browser anzeigt.<\/p>\n<p>Ein ebenfalls verbreitetes Format nennt sich <strong>mobi<\/strong>. Auch f\u00fcr \u201cmobis\u201d gibt es kostenlose Software, um diese auf allen g\u00e4ngigen Plattformen lesen zu k\u00f6nnen. B\u00fccher in epub oder mobi k\u00f6nnen grunds\u00e4tzlich mit der Open-Source-Software <strong>calibre<\/strong> problemlos in einander konvertiert werden. Allerdings gibt es da eine bedeutende Einschr\u00e4nkung, auf die ich im n\u00e4chsten Beitrag zu sprechen kommen muss: DRM \u2013 Digitales Rechte-Management oder schlicht: Kopierschutz.<\/p>\n<p>Mobi-Dateien k\u00f6nnen die normale Dateiendung <em>\u201c.mobi\u201d<\/em> f\u00fchren oder <em>\u201c.azw\u201d<\/em>. Das macht keinen Unterschied. E-Books von Amazon sind immer azw-Dateien. Und da f\u00e4ngt die Sache dann leider an, benutzerunfreundlich zu werden. Denn Amazon bietet <strong>ausschlie\u00dflich<\/strong> \u201c.azw\u201d Dateien an und <strong>keine<\/strong> epubs. Fast alle anderen E-Book-H\u00e4ndler bieten dagegen ausschlie\u00dflich epubs an und keine mobis oder azws. Okay, mag man sagen, was soll\u2019s? Wenn sich die H\u00e4ndler nicht auf ein Format einigen k\u00f6nnen, ist das so dramatisch?<\/p>\n<p>Das Problem ist, dass die H\u00e4ndler zugleich auch die E-Book-Reader vertreiben und diese wiederum alle Formate verarbeiten k\u00f6nnen, <strong>au\u00dfer dem der Konkurrenz<\/strong>. Kindle-Ger\u00e4te von Amazon verstehen daher kein \u201cepub\u201d, alle anderen Reader wiederum k\u00f6nnen mit \u201cmobi\u201d und \u201cazw\u201d nichts anfangen. Das ist nat\u00fcrlich \u00e4rgerlich. Technisch lassen sich zwar die jeweiligen Formate mit ein paar Klicks in das gew\u00fcnschte Zielformat konvertieren, aber dem steht in der Praxis oftmals der Kopierschutz im Wege. Daher sollte man sich genau \u00fcberlegen, f\u00fcr welches \u201cSystem\u201d man sich beim E-Book-Reader-Kauf entscheidet, denn dies bestimmt auch die Shops, in denen man sich zuk\u00fcnftig mit elektronischer Literatur eindecken wird.<\/p>\n<p>Inzwischen werden die meisten B\u00fccher in beiden Formaten jeweils in den entsprechenden Internetbuchhandlungen angeboten. Und da in Deutschland die Buchpreisbindung auch f\u00fcr E-Books gilt, gibt es preislich keinen Unterschied, ob man bei Amazon oder Thalia oder Weltbild kauft.<br \/>\nSchlie\u00dflich gibt es auch H\u00e4ndler, die beide Formate anbieten. Das Konvertieren von nicht DRM-gesch\u00fctzten B\u00fcchern wie z. B. gemeinfreier Literatur ist rechtlich und technisch mit der angesprochenen Software sowieso problemlos m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Im n\u00e4chsten Beitrag der E-Book-Reihe werde ich auf das leidige Thema <strong>\u201cDigitales Rechte-Management\u201d<\/strong> eingehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn man beginnt, sich mit der Welt der elektronischen B\u00fccher zu befassen, \u00f6ffnet sich ein Tor in eine durchaus eigene Welt. Man muss sie nicht in allen Tiefen erkunden, um gewinnbringend E-Books lesen zu k\u00f6nnen. 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